Untersuchungen bestätigen Kompromisse im Kampf gegen blaues Licht
Farbwiedergabe, Helligkeit und Langlebigkeit variieren je nach Methode zur Eindämmung der Lichtverschmutzung
Bei den zunehmenden Bemühungen, die Lichtverschmutzung im Freien einzudämmen, haben neue, von Experten begutachtete Untersuchungen bestätigt, was viele Planer bereits vermutet haben: Es gibt keine einzige Lösung zur Reduzierung der Blaulichtemissionen bei der Außenbeleuchtung. Die Daten liegen vor – und jeder Ansatz bringt Kompromisse mit sich.
Diesen Monat veröffentlicht in LEUKOSIn der Studie werden drei wichtige Strategien zur Reduzierung von Emissionen unter 500 nm verglichen: phosphorkonvertierte bernsteinfarbene (PC-amber) LEDs, weiße LEDs mit sehr niedriger korrelierter Farbtemperatur (CCT) und weiße LEDs gepaart mit Blaufilter-Sekundärlinsen. Die von der Universität Málaga in Spanien untersucht die Wirksamkeit, die spektralen Eigenschaften, die Farbwiedergabe und den langfristigen Abbau unter UV-Bestrahlung genau und nebeneinander.
Die Ergebnisse fallen mitten in einen regulatorischen Moment: die neu veröffentlichten LUNA v2.0-Richtlinien, die die Last explizit von den Methoden auf die Ergebnisse verlagern.
PC-bernsteinfarbene LEDs zeichnen sich durch die Minimierung des Blauanteils aus und eliminieren effektiv Wellenlängen unter 500 nm. Aber diese Reduzierung hat ihren Preis. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass PC-Bernstein-Lösungen „im Farbwiedergabeindex und der wahrgenommenen Helligkeit leiden“, was sie für Anwendungen, die Gesichtserkennung, Sehkomfort oder ästhetische Kohärenz erfordern, weniger effektiv macht.
Weiße LEDs mit sehr niedrigem CCT – typischerweise im Bereich von 1800–2200 K – schlagen einen Mittelweg ein. Sie bieten eine bessere visuelle Klarheit als Bernstein und reduzieren gleichzeitig die Blauemissionen im Vergleich zu Standardweiß mit 3000 K oder 4000 K deutlich. Aber sie sind nicht sauber: Die Studie zeigt, dass weiterhin „verbleibende blaue Spitzen“ vorhanden sind, die ausreichen, um gegen strengere Umwelt- oder Dark-Sky-Vorschriften zu verstoßen.
Inzwischen ist die dritte Strategie – blau gefilterte Sekundärlinsen – sieht zunächst vielversprechend aus. Filter, die auf standardmäßige weiße LEDs angewendet werden, reduzieren kurzwellige Emissionen und bewahren gleichzeitig die Lichtleistung und eine akzeptable Farbwiedergabe. Die Degradationsanalyse der Studie warnt jedoch davor, dass diese Filter „bei längerer UV-Exposition einen messbaren Verlust der Filterleistung zeigen“, insbesondere in Umgebungen mit hoher Sonneneinstrahlung.
