Wenn Sie das Flackern nicht sehen können, ist es dann noch da?

Neue Forschungsergebnisse zur Bildgebung des Gehirns stellen Annahmen zur Beleuchtung in Frage und geben Licht-Menschen mehr Anlass zur Überlegung
Beleuchtungsexperten betrachten Flimmern seit langem als visuelles Problem. Wenn Sie es nicht sehen können, ist das kein Problem. Doch eine neue Studie, veröffentlicht in LEUKOS – The Journal of the Illuminating Engineering Society, bietet Anlass, diese Annahme zu überdenken. Forscher fanden heraus, dass selbst Flimmern bei 100 Hz – weit über der menschlichen Wahrnehmungsschwelle – immer noch eine messbare Aktivierung im visuellen Kortex des Gehirns auslöste. Bei 50 Hz war die Reaktion erwartungsgemäß stark. Bei 100 Hz war es kleiner, aber deutlich vorhanden.
Billigtreiber bestehen immer noch die grundlegenden Flimmertests nicht
Am unteren Ende des Marktes ist Flimmern nicht nur eine neurologische Frage – es ist ein sichtbarer Fehler. Oft werden kostengünstige LED-Treiber verwendet, insbesondere solche in Bandbeleuchtungssets für Privathaushalte oder kostengünstigen LED-Treibern Niederfrequenz-PWM-Dimmung (typischerweise 100–400 Hz) ohne Glättungskondensatoren oder analoge Steuerungen. Das Ergebnis? Sichtbares Schimmern, Blinken bei Bewegung und Überanstrengung der Augen in realen Anwendungen. Versuchen Sie, darunter ein Buch zu lesen oder einen Blick auf einen sich drehenden Lüfterflügel zu werfen, und das Flackern wird sofort sichtbar.
In den Datenblättern dieser Produkte wird Flicker selten erwähnt, geschweige denn Flickerindex, Wellenform oder Modulationsfrequenz angegeben. Der Fokus liegt auf dem Preis, nicht auf der Leistung – und Benutzer, insbesondere lichtempfindliche Personen, zahlen den Preis für Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schlimmeres.
Premium-Fahrer sind besser – aber nicht immer genug
Am Premium-Ende des Marktes Lutron ist seit langem eine beliebte Marke für zuverlässige Hochleistungstreiber, insbesondere in Anwendungen, bei denen sanftes, tiefes Dimmen und visueller Komfort wichtig sind. Ihr Hallo-Lume Die LED-Treiberreihe bietet beispielsweise eine Dimmung bis zu 0,1 % und wird als „flackerfrei“ vermarktet – eine Behauptung, die durch jahrelange technische Konstanz und reale Leistung gestützt wird.
Allerdings gehen die von uns untersuchten Datenblätter nicht tief auf flimmerspezifische Messwerte ein. Obwohl die Leistung hervorragend ist, werden Details wie Modulationsfrequenz, Wellenformform oder prozentuales Flimmern normalerweise nicht veröffentlicht. Für Lutron ist das kein Schlag – sie haben in vielen Bereichen neue Maßstäbe gesetzt –, aber es verdeutlicht die aktuelle Kluft zwischen dem, was Top-Fahrer in der Praxis erreichen, und dem, was in Bezug auf die biologische Flimmertransparenz dokumentiert ist, insbesondere im Lichte neuerer Forschungsergebnisse.